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            <text>welcher im 24ſten Jahre seines Alters mit no 10 einer&#13;
Kameraden am  November  auſſer der Stadt durch die Guillotine hingerichtet worden iſt, Nebſt /&#13;
Schinderhannes Abſchieds-Lied.</text>
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        <name>Synopsis</name>
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            <text>Account of the execution of the infamous outlaw Schinderhannes</text>
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            <text>Pamphlet: &lt;a href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/CJ2FDU5KYZ33JKXP4BMEQWFHVWVX7ULN" target="_blank"&gt;Bayerische Staatsbibliothek&lt;/a&gt; P.o.germ. 852 q-2,1/54#Beibd.53&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</text>
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        <name>Set to tune of...</name>
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            <text>Hartes Schicksal meiner Jahre etc.</text>
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        <name>Transcription</name>
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            <text>Schinderhannes Abſchiedslied.&#13;
(Mel. Hartes Schickſal meiner Jahre c.)&#13;
&#13;
1. Gute Nacht! – lebt wohl! – ich ſcheide – gute Nacht&#13;
- ihr Menſchen all! – ſchaut mich nur recht an, denn&#13;
heute ſeht ihr mich zum letztenmal; laßt euch noch von&#13;
mir erzählen meinen kurzen Lebenslauf, prägt ihn tief&#13;
in eure Seelen, Jugend hör – und merk darauf:&#13;
&#13;
2. Wahr ists, was von mir zu leſen: daß ich eines&#13;
Bauern Sohn von Saarbrücken bin geweſen; und dem&#13;
Vater lief davon. Wahr iſts: daß ich mich verdungen&#13;
zum Fallmeiſter in dem Land; daher auch der Nam“ ent-&#13;
ſprungen, daß man Schinderhanns mich nannt.&#13;
&#13;
3. Wahr iſts: daß ich einer Bande Hauptmann und&#13;
Anführer war. Daß ich manchem in dem Lande plündert'&#13;
und ermordt ſogar, welches meiſt an reichen Leuten&#13;
und an Juden ich verübt. Darum ich den Tod muß&#13;
leiden, den man auch mit Recht mir giebt.&#13;
&#13;
4. Zweimal iſt mirs zwar gelungen, daß ich mich aus&#13;
dem Arreſt losgemacht und bin entſprungen, doch zuletzt&#13;
hielt man mich feſt. Da mein Schwager mich verrathen,&#13;
daß ich Schinderhannesſey. Ich wurd darauf zum Sol-&#13;
daten, mich dadurch zu machen frey.&#13;
&#13;
5. Bald drauf wurd durch die Franzoſen ich nach Mainz&#13;
geliefert gar. Da im Holzthurm ich geſchloſſen ſaß, bey-&#13;
nah ſechsviertel Jahr. Und nun naht die letzte Stunde&#13;
meines Lebens ſich heran; drum ſo hört aus meinem&#13;
Munde, meinen letzten Abſchied an.&#13;
&#13;
6. Nehmt euch all an meinem Leben ein Exempel und&#13;
Beyſpiel. Wer dem Müſſiggang ergeben, nichtsarbeit,&#13;
noch lernen will; ach! ich ſag es unverholen, wollte&#13;
Gott, daß nicht ſo wär daß ich ſchon als Knab geſtolen&#13;
und es nicht konntlaſſen mehr.&#13;
&#13;
7. Merkt dieß, junge Leut und Kinder! Rehmt&#13;
inchts, was nicht euch gehört; halt die Eltern und&#13;
nicht minder eure Lehrer hoch und werth. Laßt mit&#13;
wenig euch begnügen, geht zur Kirch uud Schule&#13;
gern; meidet ſchlechte Streich und Lügen; denn wer&#13;
lügt, der ſtiehlt auch gern.&#13;
&#13;
8. Laſſet Geiz und Habſucht fahren; lebt keuſch, züchs&#13;
tig, fromm und rein. Laßt euch auch in ältern Jahren&#13;
nicht in böſe G'ſellſchaft ein; laßt zu etwas&#13;
brauchen, das zur böſen That verleit. Habt im Herzen&#13;
und vor Augen Gott, der richt es mit der Zeit.&#13;
&#13;
9. Nichts half es mir, daß den Armen ich viel Guts&#13;
- erwieſen dort; weil ohn” Mitleid und Erbarmen ich ge-&#13;
raubek Und Ä Menſchen! wollt ihr Gutes üben,&#13;
. haßt das Böſe, was ihr thut, und thut Niemand nicht&#13;
betrüben, ſeys ein Chriſt gleich oder Jud. -&#13;
&#13;
10. Drey und funfzig Haupt- Verbrechen, hab ich&#13;
- ſchuldig mich gemacht, die auf meinen Räuberwegen&#13;
seit vier Jahren ich vollbracht. Einbruch, Straſſen&#13;
äubereyen, nebſt drey Mordthat ich verübt. Weib&#13;
 und Kinder mir nachſchreyen: Mörder ! uns haſt du&#13;
betrübt ! !&#13;
&#13;
11. Gott! ich bin ein armer Sünder! war ein großer&#13;
Böſewicht. Ach! verfahr mit mir gelinder, geh nicht&#13;
mit mir ins Gericht. Lang thät mirs im Sinn ſchon&#13;
ſchweben, daß ich bin zum Tod beſtimmt; weil, wer&#13;
andern raubt ihr Leben, man mit Recht ſein Leben nimmt.&#13;
&#13;
12. Jch geſteh frey und geduldigt Jch ſterb' nach&#13;
Gerechtigkeit; aber zehn ſind faſt unſchuldig, ihr Tod&#13;
rhut mir herzlich leid, weil ich ſie ſelbſt hab' verführet&#13;
unter meine Räuber - Schaar; ihr Tod iſt es der mich&#13;
rühret. – Gott, verzeih mir dies noch gar! &#13;
&#13;
13. Lebt wohl, All, die ihr mich balde ſeht hinfüh-&#13;
ren zum Gericht. Ach! ich bitt euch, Jung und Al-&#13;
te, nehmt zu Herzen dies Gedicht. Fürchtet Gott&#13;
von eurer Jugend, arbeit gern mit eurer Hand, daß&#13;
ihr nie vom Weg der Tugend fallt in Laſter, Sünd&#13;
und Schand.&#13;
&#13;
14. Gute Nacht, Kind und Geliebte! die auf ihrer&#13;
Jugendbahn ich verführt und jetzt betrübte. Ach, ver-&#13;
zeih, was ich gethan! Du warſt treu, doch falſch&#13;
dein Bruder, der mir Fall und Netz geſtellt; gute&#13;
Nacht, Vater und Mutter! ich geh in ein beſſre Welt.&#13;
&#13;
15. Ruhig, froh, getroſt und heiter geh ich in die&#13;
Ewigkeit; springe von der Wagenleiter raſch und wil-&#13;
lig und bereit hin zu jener Mordmaſchine ohne Schrecken, Qual und Pein und ſterb durch die Guillotine.&#13;
Führ mich Gott zum Himmel ein!</text>
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            <text>Gedruckt in Erlangen, und zu haben bey Johann Jakob&#13;
Lewerer zu Zirndorf.</text>
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              <text>Todesurtheil und Hinrichtung des Rauberhauptmanns Schinderhannes</text>
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