

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<item xmlns="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5" itemId="1166" public="1" featured="0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5 http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5/omeka-xml-5-0.xsd" uri="https://omeka.cloud.unimelb.edu.au/execution-ballads/items/show/1166?output=omeka-xml" accessDate="2026-03-13T22:20:01+11:00">
  <fileContainer>
    <file fileId="463">
      <src>https://omeka.cloud.unimelb.edu.au/execution-ballads/files/original/2ff5d671c915ec7508a92946ef1258a5.jpg</src>
      <authentication>28912d69363a0130da19c57b2e2fef0c</authentication>
    </file>
  </fileContainer>
  <collection collectionId="5">
    <elementSetContainer>
      <elementSet elementSetId="1">
        <name>Dublin Core</name>
        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
        <elementContainer>
          <element elementId="50">
            <name>Title</name>
            <description>A name given to the resource</description>
            <elementTextContainer>
              <elementText elementTextId="5198">
                <text>German Execution Ballads</text>
              </elementText>
            </elementTextContainer>
          </element>
        </elementContainer>
      </elementSet>
    </elementSetContainer>
  </collection>
  <itemType itemTypeId="33">
    <name>Execution Ballad</name>
    <description/>
    <elementContainer>
      <element elementId="75">
        <name>Set to tune of...</name>
        <description>Melody to which ballad is set.</description>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="6900">
            <text>Nun will ich nicht mehr leben mit dir O Corydon etc</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
      <element elementId="54">
        <name>Language</name>
        <description>Language ballad is printed in</description>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="6901">
            <text>German</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
      <element elementId="55">
        <name>Date</name>
        <description>Date of ballad</description>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="6902">
            <text>1685</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
      <element elementId="74">
        <name>Method of Punishment</name>
        <description>Method of punishment described in the ballad.</description>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="6903">
            <text>breaking on the wheel</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
      <element elementId="62">
        <name>Crime(s)</name>
        <description>Crime or crimes for which the person in the ballad is convicted.</description>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="6904">
            <text>murder</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
      <element elementId="65">
        <name>Execution Location</name>
        <description>Location the condemned was executed.</description>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="6905">
            <text>Mecklenburg</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
      <element elementId="5">
        <name>Transcription</name>
        <description>Transcription of ballad lyrics</description>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="6906">
            <text>Merckt auf und trett zum Stande &#13;
und hört ein Zeitung neu&#13;
vom Mechelburger Lande&#13;
was da geschehen sey&#13;
mit Morden überaus&#13;
daß es fast zu erzehlen &#13;
ein ganze S[?]ell und Graus.&#13;
&#13;
Im Flecken Umna eben&#13;
derselben Land-Rebter&#13;
thät neulickst sich begeben&#13;
und gieng warhafftig für&#13;
ein solche Mord Geschicht&#13;
noch kaum vor wenig Wochen&#13;
wie euch hier wird bericht.&#13;
&#13;
Ein Wirth win loser Gaste&#13;
Hans Rödel sonst genannt&#13;
den bösen Vorschlag fasste&#13;
daß er mit eigner Hand&#13;
üm bälder reich zu seyn&#13;
die Leute wolt ermorden&#13;
so bey ihm fehrten ein.&#13;
&#13;
Schaut wie der Teuffel stellet&#13;
und macht die Sünde leicht&#13;
bis er die Menschen fället&#13;
und sie mit List erschleicht&#13;
er that was er gedacht &#13;
wie ihn der Teuffel riethe&#13;
das er viel Leut umbracht.&#13;
&#13;
Das Fleisch gab er zufressen&#13;
den Gästen insgemein&#13;
Köpff Füß und Händ indessen&#13;
vergrub und schart er ein&#13;
theils Beiner gleicher Weis&#13;
das man es hit solt mercken&#13;
diß thate er mit Fleiß.&#13;
&#13;
Es thät ihm wohl züschlagen&#13;
fast ein gekaume Zeit&#13;
er selbst thät es nich sagen&#13;
und wusten nicht die Leut&#13;
wie doch wol solches käm&#13;
daß doch der Wirth an Gütern &#13;
und Reichthum so zunehm.&#13;
&#13;
Da doch sonst (so zu reden)&#13;
er nur ein Hecken Wirth&#13;
wie fast auf der Einöden&#13;
und doch so Wirthschafft führt&#13;
viel bildeten sich en&#13;
er müst ein Alrann haben&#13;
es könnet nit anders seyn.&#13;
&#13;
Er hatt ein guten Bruder&#13;
der böse lose Wirth&#13;
der offt mit ihm in Luder&#13;
ein übles Leben führt&#13;
ein Schäfer thät er seyn&#13;
den selben er heredet&#13;
daß er mit ihm hielt ein. &#13;
&#13;
Er sprach mein Bruden Shäfer &#13;
ermord die Leut mit mir&#13;
und sey kein fauler Schläfer &#13;
die Helffte geb ich dir&#13;
so wirst du reich wie ich&#13;
der Schäfer war zufrieden&#13;
sprach was geheut es mich.&#13;
&#13;
Ich will es frisch drauf wagen&#13;
under modern wacker mit&#13;
wir werdens selbst nit sagen&#13;
kein Mensch der sieht uns nit&#13;
drauf gieng es ärger an &#13;
und machtens immer stärcker &#13;
so lang es gut gethan.&#13;
&#13;
Ein Bot und Kauffmanns Diener&#13;
die knabten erstlich auf&#13;
biß sie leßt wurden kühner&#13;
und mördten weiter drauf&#13;
es wuchs ihr Sünden Wust&#13;
daß sie gar auf der Strassen&#13;
offt kühlten ihre [?]ust.&#13;
&#13;
Ingleichen auch nach diesen&#13;
ein Tuchknapp und B[...]&#13;
die kamen von der Wiesen&#13;
dem Wald hinein dort für&#13;
kaum e[...] der versah&#13;
da lag er schon gestrecket&#13;
vom Schäfers Brügel [...]&#13;
&#13;
Deßgleichen der Barbirer&#13;
must bleiben auf der Stät&#13;
[...] ihne der Berführer&#13;
allda erlegen thät&#13;
der lose Mörders [...]&#13;
O Sünd! O Laster-Leben!&#13;
das diese zwey verführt.&#13;
&#13;
Sie hängten da beym Füssen&#13;
den guten Kerles auf&#13;
[...] verzappeln müssen&#13;
es war ein Omeis-Hauff&#13;
wol unter [...] Baum&#13;
was diß für eine Marter&#13;
ist zu beschreiben kaum.&#13;
&#13;
Indem die Omeis krochen&#13;
und bissen unerhört&#13;
d[...] Mensch ward zerstochen&#13;
und hab darvon verzehrt&#13;
dran sab[...]st ihr Lust&#13;
daß es noch in der Marter&#13;
der Schäfer rühmen mußt.&#13;
&#13;
Es hätt von allen Thaten&#13;
ihn nichtes mehr erfreut&#13;
al die ser schöne Braten &#13;
und frische Omeis-Streit&#13;
um deß Barrer? Haut&#13;
schaut doch wie Gotts vergessen&#13;
ihr lieben Christen haut&#13;
&#13;
Doch aber höret weiter&#13;
wiewol nich unbetrübt&#13;
was diese Vögel leider&#13;
für Brand-Mord auch verübt &#13;
ein alter Schultheis war&#13;
nich weit von selber Gegend&#13;
erkraucket ganz und gar.&#13;
&#13;
Der Türckner oder Schäfer&#13;
der sonsten dort bekannt&#13;
weil unlängst er ein Sträfer&#13;
steckt an das Haus in Brand&#13;
wie auch sein Camerad&#13;
sie waren beyd beslissen&#13;
in solcher Mörders That.&#13;
&#13;
Un allen vier des Ecken&#13;
da thäten sie das haus&#13;
mit schlauer List anstecken&#13;
und schlichen sich hinaus&#13;
nachdem sie bey der Racht&#13;
den Schultheis Frau und Röchin&#13;
ganz heimlich umgebracht.&#13;
&#13;
Die Mummling gieng von weiten&#13;
wie diß zugangen hie?&#13;
von diesen erbarn Leuten&#13;
die Flamme löschten sie&#13;
man faßt die Vögel ein&#13;
da musten sie bekennen &#13;
in unerhörter Pein.&#13;
&#13;
Sie wurden hingerichtet&#13;
auf solche Art und Weis&#13;
an seine Brust gezwicket&#13;
der Wirth mit Zangen heiß&#13;
zu drey verschiednen mal&#13;
dann lebend gar verbrennet&#13;
diß war ein grosse Dual.&#13;
&#13;
Den Schäfer noch zur Gnade&#13;
den räderte man auch&#13;
legt lebend ihn aufs Rade&#13;
nach aller Mörder Brauch&#13;
zum Beyspiel socher Gäst&#13;
so gehts wann man den Teuffel&#13;
sich so verführen läst.&#13;
&#13;
Hieraus ist nun zu fassen&#13;
die gute Warnungs-Weis&#13;
daf man fein auf der Strassen&#13;
sich sehe für mit Fleiß&#13;
und daß man sich nicht wend&#13;
auf Straff-verbotne Mabrun&#13;
sonst nimts ein Kahles End. &#13;
</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
      <element elementId="93">
        <name>Subtitle</name>
        <description/>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="8376">
            <text>Zweyer boshafftig-verwegenen Gemüther/ nemlichen eines Wirths und Schäfers/ Welche in dem Mechlenburger Land ... unterschiedliche abscheuliche Mord-Thaten verübet ... dass sie erkannt/ gegriffen/ und zur wohlverdienten Straff/ andern zum Exempel/ mit Hinrichtung eines erbärmlichen Todes sind gezogen worden. Alles nach glaubhafften Verlauff/ verabfasset in einem Lied/ nach der Sing-Weise: Nun will ich nicht mehr leben/ mit dir/ O Corydon/ [et]c.</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
      <element elementId="89">
        <name>Digital Object</name>
        <description/>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="8908">
            <text>&lt;iframe src="https://omeka.cloud.unimelb.edu.au/execution-ballads/files/fullsize/2ff5d671c915ec7508a92946ef1258a5.jpg" frameborder="0" scrolling="yes" width="500" height="800"&gt;&lt;/iframe&gt;</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
      <element elementId="94">
        <name>Image notice</name>
        <description/>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="8909">
            <text>Full size images of all ballad sheets available at the bottom of this page.</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
      <element elementId="83">
        <name>Image / Audio Credit</name>
        <description/>
        <elementTextContainer>
          <elementText elementTextId="8910">
            <text>&lt;a href="http://www.gbv.de/vd/vd17/75:703238B" target="_blank"&gt;VDLied Digital.&lt;/a&gt; VD17, 703238B.</text>
          </elementText>
        </elementTextContainer>
      </element>
    </elementContainer>
  </itemType>
  <elementSetContainer>
    <elementSet elementSetId="1">
      <name>Dublin Core</name>
      <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
      <elementContainer>
        <element elementId="50">
          <name>Title</name>
          <description>A name given to the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="6895">
              <text>Abscheuliches Mord-Erkuhnen und Billiches Straff-Verdienen: : </text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
      </elementContainer>
    </elementSet>
  </elementSetContainer>
  <tagContainer>
    <tag tagId="169">
      <name>breaking on the wheel</name>
    </tag>
    <tag tagId="293">
      <name>German</name>
    </tag>
    <tag tagId="37">
      <name>murder</name>
    </tag>
  </tagContainer>
</item>
